NABOKV-L post 0010437, Thu, 21 Oct 2004 09:28:12 -0700

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Fwd: Der Schriftsteller Vladimir Nabokov ... Tennis
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Subject: Der Schriftsteller Vladimir Nabokov ...
To: spklein52@hotmail.com

[1][2]
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story710938.html[3] Tennis
mit Tradition

Das sind so Berliner Geschichten: Der alte Herr war um die 80 und
holte seine fast 50 Jahre jüngere Geliebte vom Tennis ab. Zwanzig
Jahre ist das jetzt her, und wer das Paar damals sah, machte sich
halt so seine Gedanken . . . Niemand wird vermutet haben, daß diese
Beziehung von Dauer sein kann. Denkste. Er steuert seinen 101. ...
Thursday 2004-10-21, Berliner Morgenpost (German)

TENNIS MIT TRADITION

Geschichte Und Geschichten Um Eine Sportanlage Unweit Des Kudamms

Von Bernd Philipp

Das sind so Berliner Geschichten: Der alte Herr war um die 80 und
holte seine fast 50 Jahre jüngere Geliebte vom Tennis ab. Zwanzig
Jahre ist das jetzt her, und wer das Paar damals sah, machte sich
halt so seine Gedanken . . .

Niemand wird vermutet haben, daß diese Beziehung von Dauer sein
kann. Denkste. Er steuert seinen 101. Geburtstag an - und sie ist
Mitte 50. Johannes Heesters und seine Ehefrau Simone Rethel - ein
Paar für alle Zeiten. Spiel, Satz und Sieg für Jopi!

"Tatort": die Tennisplätze am Kurfürstendamm. Kaum jemand weiß, daß
sich hinter der Schaubühne am Lehniner Platz eine Tennis-Oase
befindet, und zwar eine voller Geschichten und Geschichte. Der 1887
in Ostpreußen geborene Architekt Erich Mendelsohn, der auch den
Einsteinturm des Astrophysikalischen Instituts in Potsdam entwarf und
baute, schuf in den Jahren zwischen 1927 und 1931 am oberen
Kurfürstendamm das "Universum-Filmtheater" und einen Geschäfts- und
Wohnkomplex. In seinen Entwurf integrierte er die schon seit 1902
bestehenden Tennisplätze und beschenkte die Anwohner mit einer
exklusiven Sportstätte.

Die Anlage mit neun Sandplätzen fand regen Zuspruch. Der
Schriftsteller Vladimir Nabokov - einer von vielen russischen
Emigranten - hatte damals eine Wohnung in der nahegelegenen
Nestorstraße, und zwar in dem Haus, in dem sich heute Hertha Fiedlers
"Kleine Weltlaterne" befindet.

Der später berühmt gewordene "Lolita"-Autor, der sich seinen
Unterhalt als Englisch- und Russisch-Lehrer sowie als Box- und
Tennis-Coach verdiente, gab auf der Anlage am Kurfürstendamm
Privat-Unterricht. Auch Erich Kästner hat auf den Tennisplätzen am
Kurfürstendamm gespielt.

Nach Kriegsende - als alles, was in Berlin wie ein Baum aussah,
zerhackt und in den Ofen gesteckt wurde - ließ eine Gönnerin Pappeln
aus ihrer bayerischen Heimat auf die Anlage setzen. Sie machen noch
heute das Flair des 9000 Quadratmeter großen Areals aus.

Seit 1975 ist Jutta Felser-Utecht Pächterin der öffentlichen
Tennis-Anlage, und wenn sie morgens aufwacht, interessiert sie
eigentlich nur der Wetterbericht. Der entscheidet im Grunde darüber,
wie das Tagesgeschäft laufen wird.

So ganz rosig sieht es ja ohnehin nicht aus. Der von Steffi und
Bobbele angeschobene Tennis-Boom der 80er Jahre ist längst
Vergangenheit. Früher spielten hier Didi Hallervorden und Johanna von
Koczian, Ralf Wolter und Inajd Iplician. Doch nach der Wende haben
sich viele Tennis-Freizeitsportler dem Golf gewidmet. "So langsam
wird es wieder besser", sagt Jutta Felser-Utecht. "Viele Golfer
finden zum Tennis zurück. Einige vielleicht auch, weil sie gemerkt
haben, daß Golf so ganz preiswert nicht ist . . ."

So ist es ja: Das Geld sitzt eben nicht mehr so locker, und so muß
auch die Unternehmerin ihren Kunden, den Tennisspielern,
entgegenkommen. Wenn früher jemand einen Platz gebucht hatte und,
weil es regnete, nicht spielen konnte, war er mit 50 Prozent der
Platzmiete dabei. Heute trägt die Pächterin das Risiko allein. Ein
schwieriges Geschäft auch angesichts der Tatsache, daß auf ihrer
Anlage nur zwischen April und - je nach Wetterlage - bis in den
November hinein gespielt werden kann und die Pacht auch in den
Wintermonaten anfällt. Bei so vielen Unwägbarkeiten bedarf es schon
einer gehörigen Portion Zuversicht, um über die Runden zu kommen.
"Wir sind guter Dinge", sagt Jutta Felset-Utecht.

Auch über die vergangenen Jahre, als sich auch die Prominenz im
kleinen Casino-Gärtchen einfand. Interessant vor allem die Klientel
der Nichtspieler, die sich zum ungestörten Zechen einfand. Johannes
Mario Simmel zum Beispiel vertiefte hier seine Beziehung zum
Roséwein. Der Zeichner Ole Jensen war auf der Suche nach dem
verlorenen Strich, und auch der Maler Reinhold W. Timm - Szenespruch
damals: "Lieber vom Leben gezeichnet als von Maler Timm gemalt" -
ließ sich blicken, zuweilen auch mit seiner Mama.

"Die goldenen Zeiten von früher sind vorbei" - das findet auch
Tennislehrer Wolfgang Rosenthal, dessen Vater Walter acht Jahre lang
Präsident des Deutschen Tennisbundes war. Aber es herrscht auch
Zuversicht.

In den 70er Jahren drohte zwar immer wieder die Schließung der
Anlage, weil eine Investorengruppe dort den Bau einer neuen
Wohnanlage plante. Aber das ist Schnee von gestern. Das Areal ist
inzwischen als Sportanlage im Flächennutzungsplan ausgewiesen.

_Tennisplätze am Kurfürstendamm, Cicerostraße 55 A, Reservierung
unter 891 66 30. Preise: vormittags 12 Euro; ab 15 Uhr 17 Euro;
So./Sbd.: 17 Euro. _

Berliner Morgenpost, Vom: 21.10.2004
URL:
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/041021/berlin/story710938.html[4]

================================================ MACHINE TRANSLATION
BELOW:

TENNIS WITH TRADITION

History And Stories Around A Sports Site Nearby The Kudamms

By Bernd Philipp

Those are like that citizen of Berlin stories: The old gentleman was
younger loving around the 80 and fetched its nearly 50 years from the
tennis. Twenty years now ago is that, and who saw the pair at that
time, stop made itself so its Gedanken . . .

Nobody will have assumed that this relationship can be from
duration. Denkste. It steers its 101. Birthday on - and it is center
50. Johannes Heesters and its wife Simone Rethel - a pair for all
times. Play, sentence and victory for Jopi!

"scene": the tennis places at the cure prince dam. Hardly it knows
someone that behind the stagestage stage at the Lehniner place a
tennis oasis is, full stories and history. The 1887 in East Prussia
born architect Erich Mendelsohn, which sketched and built also the
Einstein tower of the astrophysical institute in potsdam, created
1927 and 1931 at the upper cure prince dam the "universe film
theatre" and a business and a residential complex in the years
between. Into its draft it already integrated those since 1902 of
existing tennis places and presented the adjacents resident with an
exclusive sports facility.

The plant with nine sand places found moves zuspruch. The writer
Vladimir Nabokov - one of many Russian emigrants - had at that time a
dwelling in the nearby Nestorstrasse, in the house, in which today
Hertha of fiddler "small world lantern" is.

The late famous "Lolita" author become, who earned itself its
maintenance than English and Russian teachers as well as box and
tennis tennis-Coach, gave private-instruction on the plant at the
cure prince dam. Also Erich Kaestner played at the tennis places at
the cure prince dam.

After end of war - when everything that in Berlin like a tree
looked, was zerhackt and put into the furnace - a Goennerin pappeln
from their Bavarian homeland let set on the plant. They constitute
still today the Flair of the 9000 square meters large area.

Since 1975 are Jutta Felser Utecht Paechterin of public tennis
facilities, and if she wakes up in the morning, she actually only the
weather forecast interests. That decides in the reason how the cash
transaction will run.

It does not look so completely rosy anyway. The tennis boom of the
80's pushed by Steffi and Bobbele is long past. In former times
played here Didi Hallervorden and Johanna of Koczian, Ralf Wolter and
Inajd Iplician. But after the turn many tennis leisure sportsmen
dedicated themselves to the gulf. "it becomes so slow again better",
says Jutta Felser Utecht. "many Golfer find the way back to the
tennis. Some perhaps also, because they noticed that gulf so
completely inexpensive not ist . . ."

So is it: The money does not sit evenly any longer so loosely, and
so must also the Unternehmerin their customer, who tennis players, to
come to meet. If in former times someone had booked a place and,
because it rained, not to play could, it participated with 50 per
cent of the place rent. Today the Paechterin carries the risk alone.
A difficult business also in view of the fact the fact that on their
plant only between April and - depending upon weather conditions -
until into November inside can be played and the lease results also
during the winter months. With so many imponderables it already
requires a due portion of zuversicht, in order to come over the
rounds. "we are good things", say Jutta rock-do-genuinly.

Also over the past years, when also the Prominenz in the small
Casino Gaertchen appeared itself. Interesting above all the clientele
of the Nichtspieler, which appeared themselves for unimpaired
carousing. Johannes Mario Simmel for example deepened here its
relationship with the Roséwein. The draughtsman Ole Jensen was on
the search for the lost line, and also a painter Reinhold W. Timm -
scene saying at that time: "dear one by the life drawn as of a
painter Timm painted" - could be looked, occasionally also with its
mummy.

"the golden times from in former times are past" - finds also tennis
teacher Wolfgang Rosenthal, whose father walter was eight years long a
president of the German tennis federation. But it prevails also to
zuversicht.

In the 70's the locking of the plant threatened again and again,
because a group of investors planned the building of a new housing
estate there. But that is snow from yesterday. The area is in the
meantime proven as sports site in the flaechennutzungsplan.

_Tennis places at the cure prince dam, Cicero route 55Â A,
reservation under 891Â 66Â 30. Prices: in the morning 12 euro;
starting from 15 o'clock 17 euro; So./Sbd.: 17 euro._

Links:
------
[1]
http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?lp=de_en&amp;trurl=http%3a%2f%2fmorgenpost.berlin1.de%2f
[2] http://morgenpost.berlin1.de/
[3] http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story710938.html
[4]
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/041021/berlin/story710938.html

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